Jedes Jahr kommt immer wieder unweigerlich der Zeitpunkt, an dem es auf den Meldeschluss zu den Deutschen Meisterschaften zugeht. Getreu nach dem Motto "die gleiche Prozedur wie jedes Jahr" beginnen dann die stressigen Tage. Es müssen dann die Qualifikationsergebnisse der Landesverbände gesammelt, die Qualifikationslisten erstellt und die Listen veröffentlicht werden - und dies innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Denn zum einen wissen wir doch alle, kaum ist der Meldeschluss rum, möchte ich als Sportler auch wissen ob ich die Qualifikation geschafft habe und zum anderen findet die erste Meisterschaft schon unweit nach dem Meldeschluss statt. Also geht es mit Hochdruck daran, alles zu erstellen, so dass der Sportler auch noch genügend Zeit hat, sich um Übernachtungen, Anreise etc. zu kümmern. Doch nicht nur der Bundesverband hat hierbei stressige Zeiten, auch die Landeverbände müssen ihre vorgeschalteten Meisterschaften organisieren und so vor den Meldeschluss legen, dass die Meldelisten auch noch erstellt werden können. Gerade in der Hallensaison ist das nicht immer so einfach.
Manch ein Sportler meint es sicherlich gut, indem er sich bzw. seinen Verein selbst zur DM bei mir anmelden möchte. Doch wir haben klare Regelungen bezüglich des Meldewesens: Ausschließlich der Landesverband meldet die Teilnehmer zur DM an. Denn nur dort kann auch überprüft werden, ob die Richtlinien der Landesverbände zur Weitermeldung passen. Die WKO gibt in Textziffer 1.12.2 lediglich den Rahmen der Qualifikationsmöglichkeiten vor. Die Landesverbände haben hierbei allerdings teilweise noch ergänzende Regelungen, die es einzuhalten gilt. Welches Ergebnis zur Qualifikation herangezogen werden kann, entscheidet der dem DBSV angehörende Landesverband.
Wenn in diesem Verfahren alles gut läuft, liegen mir dann 13 Listen vor, die auf Bundesebene zusammengefasst werden, um so die Qualifikationszahlen zu erhalten. Diese gehen noch einmal an die Landesverbände zur Kontrolle zurück. Ziel ist es, nach jedem Meldeschluss die Zahlen sehr kurzfristig auf die Homepage stellen zu können. Sobald diese veröffentlicht werden, gehen zeitgleich die Startgeldrechnungen an die Landesverbände und von dort an die Vereine. Nun steht einer Teilnahme nichts mehr im Wege. Beim DBSV ist es jedoch leicht anders, als bei manch anderen Verbänden. Wenn man sich die Qualifikationsliste anschaut, wird man sehen, dass es sogenannte Nachrücker gibt. Kommt es nun im Vorfeld zu einer Absage eines qualifizierten Sportlers so besteht die Möglichkeit, nachzurücken. Auch hier geht der Weg rückwärts vom Bundesverband an den entsprechenden Landesverband, mit der Bitte um Rückmeldung, ob der nachrückende Sportler starten möchte. Natürlich geht dies aus organisatorischen Gründen nur noch bis ca. 1 Woche vor der Meisterschaft. Sind die Qualifikationszahlen veröffentlicht, ist dies für die Sportler, die sich qualifiziert haben, quasi eine Startplatzgarantie. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Änderung der Sportler nur noch möglich, wenn es zu einer Absage von einzelnen Sportlern kommt.
Aus sportlicher Fairness wünsche ich mir, dass sich Sportler, die aus welchen Gründen auch immer, an der Meisterschaft nicht teilnehmen können, rechtzeitig absagen, so dass anderen Sportlern die Gelegenheit gegeben werden kann, den freien Startplatz einnehmen zu können.
Tim Gardt
Leiter GB Sport



